October 1/2026 Songs of the Living Land
Semininarkirche, Mainz
The Dawn
Text: 8. Jh., irisch; Musik: Michael McGlynn
Spiritus Sanctus
Hildegard von Bingen (1098-1179), arrangiert von Systir
Quis est Deus
Text: 8. Jh., irisch; Musik: Michael McGlynn
Prophetarum Presignata
14. Jh., irisch, arr. Michael McGlynn
57821
Janelle Monáe Robinson / Charles Joseph II / Nathaniel Irvin III
When I was in My Prime
Traditionell, englisch, arr. Michael McGlynn
Mariam Matrem Virginem
Text: 7. Jh., spanisch; Musik: Michael McGlynn
The Skye Boat Song
Traditionelle schottische Melodie, Text: Robert Louis Stevenson
'Sí Do Mhaimeo Í
Traditionell, irisch, arr. Michael McGlynn
Army Dreamers
Kate Bush
Dafydd Y Carreg Wen
David Owen (1712-1741), John Ceiriog Hughes (1832-1887)
Ah, Robin
William Cornysh (ca. 1465-1523)
Hymn to the Virgin
Text: 6. Jh., schottisch; Musik: Michael McGlynn
Ave, vergene gaudente
Italien, 13. Jh., anonym, Laudario di Cortona, arr. Sara Di Bella
The White Rose
Komponiert von Michael McGlynn
Cúnnla
Traditioneller irischer Text, Musik: Michael McGlynn
Jerusalem
Traditionell, irisch, arr. Michael McGlynn
May it Be
Enya / Nicky Ryan / Roma Ryan / Howard Shore
Níl sé 'na Lá
Traditionell, irisch, arr. Michael McGlynn
Zombie
Dolores O'Riordan, arr. Systir
Sängerinnen und Sänger
Stephanie Devlin, Ash McGlynn, Lauren McGlynn, Sara DiBella, Sigrid Algesten, Lorna Breen, Amelia Jones
Künstlerische Leitung: Michael McGlynn
Stories of the Living Land erkundet reale und imaginäre Landschaften, von der fernen Vergangenheit über die Gegenwart bis hin zu möglichen Zukünften. Das Programm spannt einen Bogen über rund 1.400 Jahre an Texten und Musik: Es beginnt bei den Stimmen früher klösterlicher Schreiber, die einst in den großen Wäldern Irlands schrieben, führt über die zeitgenössischen Antworten auf Naturlandschaften in der Musik von Michael McGlynn und mündet schließlich in Welten, die von Mythos und Fantasie geprägt sind. Enyas May It Be, für immer mit den Landschaften von Der Herr der Ringe verbunden, steht dabei neben den fantastischen, futuristischen Android-Welten von Janelle Monáe. Diese Lieder erinnern uns durchweg daran, dass Landschaft niemals nur Kulisse ist: Sie wird von realen Menschen, damals wie heute, erlebt, erinnert und in Liedern imaginiert, deren Worte und Musik heute Abend durch die Stimmen von Systir zusammengeführt werden.
SYSTIR, isländisch für „Schwester", ist aus dem legendären ANÚNA hervorgegangen und hat sich eine eigenständige, vielseitige musikalische Identität geschaffen, die ganz auf die weibliche Stimme ausgerichtet ist. Anúna ist heute das Mutterensemble des ANÚNA COLLECTIVE, dem die Ensembles Systir und M'ANAM angehören. Der irische Komponist Michael McGlynn ist künstlerischer Leiter von Systir, prägt deren künstlerische Vision und steuert zudem eigene Werke und Arrangements zu ihrem Repertoire bei.
Systir wurde 2019 gegründet und tritt mit sechs oder mehr Sängerinnen auf der Bühne auf. Sie verbinden zeitgenössische Aufführungstechniken mit uralten Traditionen und erschaffen so eine ätherische, immersive Klangwelt. Ihr Repertoire schöpft stark aus der einheimischen Musik Europas und verbindet mittelalterliches Erzählen mit moderner, zeitgenössischer Erzählkunst.
Die Auftritte von Systir reichen von eigenen Liedern und Arrangements bis hin zu Werken der Äbtissin Hildegard von Bingen aus dem 11. Jahrhundert sowie zeitgenössischer Künstlerinnen wie Janelle Monáe und Kate Bush. Im Mittelpunkt ihrer Musik steht die Geschichte hinter den Liedern, persönlich wie historisch. Systir erkundet universelle menschliche Emotionen und Erfahrungen, die beim Publikum breiten Widerhall finden.
In den vergangenen zwei Jahren ist Systir durch Italien, China, Japan, Deutschland, Irland, Finnland, Island, England, Deutschland, Estland und Lettland getourt.
Ihr Debütalbum Systir ist bei diesem Konzert erhältlich.
The Dawn
Text: 8. Jh., irisch; Musik: Michael McGlynn
Is mo chen in maiten bán, do-thét ar lár m'airiuclán,
Is mo chen don tí rus-foí, in maiten buadach bithnaí.
A ingen Aidche úaille, a shiúr na Gréine glúaire,
Is mo chen, a maiten bán, foillsiges orm mo lebrán.
It-chí agaid cach tige, soillsigi túaith is fine,
Is mo chen, a muingel mass, acainn, a órchaín amnass.
Tritt ein in mein dunkles Gebetshaus, willkommen, heller Morgen,
gesegnet sei er, der dich gesandt hat, siegreicher, sich stets erneuernder Morgen.
Maid aus edlem Geschlecht, dunkle Schwester der Sonne,
du bist stets willkommen, heller Morgen, der du mein Buch erhellst.
Du berührst das Antlitz jedes Hauses und erhellst Land und Volk zugleich.
Willkommen, du mit dem weißen Hals, mit Juwelen bedeckt, tritt ein.
Spiritus Sanctus
Hildegard von Bingen (1098-1179), arrangiert von Systir
Spiritus sanctus vivificans vita movens omnia, et radix est in omni creatura ac omnia de inmunditia abluit, tergens crimina ac ungit vulnera, et sic est fulgens ac laudabilis vita, suscitans et resuscitans omnia.
Heiliger Geist, Spender des Lebens, das Leben, das alle Dinge bewegt, die Wurzel in jedem Geschöpf: Du wäschst alle Dinge rein von Unreinheit, tilgst Sünden und salbst Wunden. So bist du strahlendes und lobenswertes Leben, das alle Dinge erweckt und neu belebt.
Quis est Deus
Text: 8. Jh., irisch; Musik: Michael McGlynn
Quis est Deus et ubi est Deus et cuius est Deus et ubi habitaculum eius?
Si habet filios et filias, arum et argentum, Deus vester?
Si vivus semper, si pulcher, si filium eius nutrierunt multi?
Deus vester?
Si filiae eius carae et pulchrae sunt hominibus mundi?
Deus vester?
Si in caelo an in terra est?
In aequore, in fluminibus, in montanis, in convallibus?
Dic nobis notitiam eius:
Quomodo videbitur, quomodo diligitur, quomodo invenitur?
Si in iuventute, si in senectute invenitur?
Wer ist Gott, und wo ist Gott, und wem gehört Gott, und wo ist seine Wohnstatt?
Hat er Söhne und Töchter, Gold und Silber, euer Gott?
Lebt er immerdar, ist er schön, wurde sein Sohn von vielen genährt?
Euer Gott?
Sind seine Töchter den Menschen der Welt lieb und schön?
Euer Gott?
Ist er im Himmel oder ist er auf Erden?
Im Meer, in den Flüssen, in den Bergen, in den Tälern?
Sag uns, was man von ihm weiß.
Wie wird er gesehen, wie wird er geliebt, wie wird er gefunden?
Wird er in der Jugend gefunden, wird er im Alter gefunden?
Prophetarum Presignata
14. Jh., irisch, arr. Michael McGlynn
Prophetarum presignata virgo vaticinio
Super celos exaltata mater es a filio
O benedicta circumamicta varietate
Te veneratur quem imitatur angelis amica
Virginum pudica concio stella pudicicie beata
Virgo plena gaudio
Jungfrau, vorhergesagt in den Prophezeiungen der Propheten,
Mutter, du bist von deinem Sohn über die Himmel erhoben.
O Gesegnete, in viele Farben gekleidet,
die keusche Schar der Jungfrauen verehrt und ahmt dich nach,
Freundin der Engel, gesegneter Stern der Keuschheit,
Jungfrau voller Freude.
57821
Janelle Monáe Robinson / Charles Joseph II / Nathaniel Irvin III
Early each morning he searched for her
'Til his feet became bloody and tired
Her hologram photo stayed near to him
Buried deep in the pits of his heart
The lock of gray hair that she gave to him
Stayed clutched in his fist through the night
Dead or alive, she still yearned for him
'Cause even in darkness there's light, oh and
One by one
It's your time
Lead them both back to one
The sun has come
May your light lead them both back to one
Indivisible sum
Here's the book, now the saga's begun
He wonders if she is the one
(You're the one)
You're the one
Cold in the cell, lost and shivering
Gunshots in hallways unknown
On the fifth floor, past the blue door
Sat a chained 57821
Sir Greendown told his dear Cindi
"Fight like Achilles in Troy
I will show you the ways that I love you
I saved you so you'd save the world
'Cause you're the only one"
One by one
It's your time
Lead us all back to one
The sun has come
May your light lead us all back to one
Indivisible sum
Here's the book, now the saga's begun
I wonder if I'm
(You're the one)
Am I the one?
Anthony Greendown, your Cindi Mayweather
Will always be waiting for you
Just as sure as the sunlight keeps beaming
On your eyes, she'll always be waiting for you
When I was in My Prime
Traditionell, englisch, arr. Michael McGlynn
When I was in my prime,
I flourished like a vine.
There came along a false young man
that stole the heart of mine.
The gardener standing by
three offers he made to me:
The pink, the violet and red rose
which I refused all three.
The pink's no flower at all,
for it fades away too soon
and the violet is too pale a hue.
I think I'll wait 'til June.
In June the red rose blooms.
That's not the flower for me -
for then I'll pluck the red rose off
and plant a willow tree.
And the willow tree shall weep
And the willow tree shall whine.
I wish I was in the young man's arms
that stole the heart of mine.
If I'm spared for one year more
and God should grant me grace,
I'll weep a bowl of crystal tears
Als ich in meiner Blüte war,
gedieh ich wie eine Rebe.
Da kam ein falscher junger Mann,
der mir das Herz stahl.
Der Gärtner, der dabeistand,
machte mir drei Angebote:
die Nelke, das Veilchen und die rote Rose,
die ich alle drei ablehnte.
Die Nelke ist gar keine Blume,
denn sie verwelkt zu schnell,
und das Veilchen ist zu blass von Farbe.
Ich glaube, ich warte bis zum Juni.
Im Juni blüht die rote Rose.
Das ist nicht die Blume für mich,
denn dann pflücke ich die rote Rose
und pflanze eine Trauerweide.
Und die Trauerweide wird weinen,
und die Trauerweide wird klagen.
Ich wünschte, ich läge in den Armen des jungen Mannes,
der mir das Herz stahl.
Wenn ich noch ein Jahr verschont bleibe
und Gott mir Gnade schenkt,
werde ich eine Schale kristallener Tränen weinen.
Mariam Matrem Virginem
Text: 7. Jh., spanisch; Musik: Michael McGlynn
Mariam Matrem Virginem natura mirante.
Tu quae genuisti. Ave peccatorum miserere.
Maria, Jungfrau und Mutter, während die Natur sich wundert.
Du, die geboren hat. Sei gegrüßt; erbarme dich der Sünder.
The Skye Boat Song
Traditionelle schottische Melodie, Text: Robert Louis Stevenson
Sing me a song of a lass that is gone,
Say, could that lass be I?
Merry of soul she sailed on a day
Over the sea to Skye.
Mull was astern, Rum on the port,
Eigg on the starboard bow;
Glory of youth glowed in her soul;
Where is that glory now?
Sing me a song of a lass that is gone,
Say, could that lass be I?
Merry of soul she sailed on a day
Over the sea to Skye.
Give me again all that was there,
Give me the sun that shone!
Give me the eyes, give me the soul,
Give me the lass that's gone!
Sing me a song of a lass that is gone,
Say, could that lass be I?
Merry of soul she sailed on a day
Over the sea to Skye.
Billow and breeze, islands and seas,
Mountains of rain and sun,
All that was good, all that was fair,
All that was me is gone.
Sing mir ein Lied von einem Mädchen, das fort ist,
sag, könnte dieses Mädchen ich sein?
Frohen Herzens segelte sie an einem Tag
über das Meer nach Skye.
Mull lag achtern, Rum an Backbord,
Eigg am Steuerbordbug;
der Glanz der Jugend leuchtete in ihrer Seele;
wo ist dieser Glanz jetzt?
Sing mir ein Lied von einem Mädchen, das fort ist,
sag, könnte dieses Mädchen ich sein?
Frohen Herzens segelte sie an einem Tag
über das Meer nach Skye.
Gib mir alles zurück, was einst da war,
gib mir die Sonne, die schien!
Gib mir die Augen, gib mir die Seele,
gib mir das Mädchen, das fort ist!
Sing mir ein Lied von einem Mädchen, das fort ist,
sag, könnte dieses Mädchen ich sein?
Frohen Herzens segelte sie an einem Tag
über das Meer nach Skye.
Wogen und Wind, Inseln und Meere,
Berge aus Regen und Sonne,
alles, was gut war, alles, was schön war,
alles, was ich war, ist fort.
'Sí do Mhaimeo Í
Traditionell, irisch, arr. Michael McGlynn
'S í do Mhaimeo í, cailleach an air[i]gid
'S í do Mhaimeo í, ó Bhail' Iorrais Mhóir í,
'S chuir-feadh sí cóistí 'r bhóithre Chois Fharraige.
'bhFeicfeása 'n "steam" 'ga'l siar Tóin Uí Loing',
'S na rothaí gh'l timpeall siar óna ceathrúna[í];
Caithfeadh sí'n stiúir naoi n-uair'ar a cúl,
'S ní choinneodh sí siúl le cailleach an air[i]gid
'Measann tú 'bpósfa cailleach an air[i]gid
Tá 's a'm nach bpósfa', tá 's a'm nach bpósfa'
Mar tá sé ró-óg 'gus dólfadh sé'n t-air[i]gead.
'S gairid go bpósfa' beirt ar an mbaile seo;
'S gairid go bpósfa', 's gairid go bpósfa',
Séan Shéamais Mhóir agus Máire Ní Chathasaigh.
Sie ist deine Oma, die Alte mit dem Geld,
sie ist deine Oma aus dem Ort Iorrais Mór,
und sie würde Kutschen auf die Straßen von Cois Farraige stellen.
Wenn du den Dampfer an Tóin Uí Loing' vorbeifahren sähst,
und die Räder sich rasch an ihren Flanken drehten,
würde sie das Steuer neunmal nach hinten werfen,
doch sie hält nie Schritt mit der Alten mit dem Geld.
Glaubst du, er würde sie heiraten, die Alte mit dem Geld?
Ich weiß, er wird sie nicht heiraten, ich weiß, er wird sie nicht heiraten,
denn er ist zu jung, und er würde das Geld vertrinken.
Bald wird es eine Hochzeit geben, zwischen zweien im Dorf,
bald wird es eine Hochzeit geben, bald wird es eine Hochzeit geben,
zwischen Séan Séamais Mór und Máire Ní Chathasaigh.
Army Dreamers
Kate Bush
B.F.P.O. (British Forces Posted Overseas)
Our little army boy
Is coming home from B.F.P.O.
I’ve a bunch of purple flowers
To decorate a mammy’s hero
Mourning in the aerodrome
The weather warmer, he is colder
Four men in uniform
To carry home my little soldier
What could he do?
Should have been a rock star
But he didn’t have the money for a guitar
What could he do?
Should have been a politician
But he never had a proper education
What could he do?
Should have been a father
But he never even made it to his twenties
What a waste
Army dreamers
Ooh, what a waste of
Army dreamers
Tears o’er a tin box
Oh Jesus Christ, he wasn’t to know
Like a chicken with a fox
He couldn’t win the war with ego
Give the kid the pick of pips
And give him all your stripes and ribbons
Now he’s sitting in his hole
He might as well have buttons and bows
Dafydd Y Carreg Wen
David Owen (1712-1741), John Ceiriog Hughes (1832-1887)
„Cariwch," medd Dafydd, „fy nhelyn i mi,
Ceisiaf cyn marw roi tôn arni hi.
Codwch fy nwylo i gyrraedd y tant;
Duw a'ch bendithio, fy ngweddw a'm plant."
„Neithiwr mi glywais lais angel fel hyn:
'Dafydd, tyrd adref a chwarae trwy'r glyn.'
Delyn fy mebyd, ffarwel i dy dant!
Duw a'ch bendithio, fy ngweddw a'm plant."
„Bringt mir meine Harfe", sagte Dafydd,
„bevor ich sterbe, will ich versuchen, eine Melodie darauf zu spielen.
Hebt meine Hände, damit ich die Saiten erreiche;
Gott segne euch, meine Witwe und meine Kinder."
„Letzte Nacht hörte ich die Stimme eines Engels sagen:
‚Dafydd, komm heim und spiele durch das Tal.'
Harfe meiner Kindheit, leb wohl, deine Saiten!
Gott segne euch, meine Witwe und meine Kinder."
Ah, Robin (ursprüngliche Fassung)
William Cornysh (ca. 1465-1523)
Ah Robin, gentle Robin,
Tell me how thy leman doth
And thou shalt know of mine.
My lady is unkind, I wis,
Alack, why is she so?
She loveth another better than me,
And yet she will say no.
Ach Robin, sanfter Robin,
sag mir, wie es deiner Liebsten ergeht,
und du sollst von der meinen hören.
Meine Dame ist unfreundlich, das weiß ich wohl,
ach, warum ist sie so?
Sie liebt einen anderen mehr als mich,
und dennoch will sie es nicht zugeben.
Ah, Robin (moderne Fassung)
Ah Robin, gentle Robin,
Tell me how your sweetheart fares,
And I shall tell you of mine.
My lady is unkind, I know it well,
Alas, why is she so?
She loves another more than me,
And yet she says it is not so.
Ach Robin, sanfter Robin,
sag mir, wie es deiner Liebsten geht,
und ich sage dir, wie es meiner geht.
Meine Dame ist unfreundlich, das weiß ich wohl,
ach, warum ist sie so?
Sie liebt einen anderen mehr als mich,
und doch sagt sie, es sei nicht so.
Hymn to the Virgin
Text: 6. Jh., schottisch; Musik: Michael McGlynn
Cantemus in omni die concinnantes uarie conclamantes
Deo dignum ymnum Sancte Marie.
Bis per chorum hinc et inde conlaudernus
Mariam ut uox pulset omnem aurem per laudem uicariam.
Maria de tribu Iuda Summi Mater Domini oportunam dedit curam egrotanti homini.
Gabriel aduexjt Verbum sinu prius Paterno quod conceptum et susceptum in utero materno.
Hec est summa hec est sancta uirgo uenerabilis que ex fide non recissit sed exstetit stabilis.
Sancte Marie meritum imploramus dignissirnum
Ut mereamur solium habitare altissimum.
Lasst uns alle Tag für Tag gemeinsam singen und laut zu Gott rufen, einen Hymnus, der der heiligen Maria würdig ist.
Zweimal, im Wechsel der Chorseiten, lasst uns gemeinsam die Jungfrau preisen,
damit ein beständiger Klang das Ohr erreicht.
Maria vom Stamme Juda, Mutter Gottes, gab dem kranken Menschen eine große Heilung.
Gabriel legte das Wort in den Schoß der Mutter, das aus dem Schoß des Vaters kam.
Dies ist die große, die heiligste, würdige Jungfrau, die fest im Glauben geblieben ist und sich nicht abgewandt hat.
Edle heilige Maria, wir flehen dich an,
dass wir würdig seien, den höchsten Thron zu besteigen.
Ave, Vergene Gaudente
Italien, 13. Jh., anonym, Laudario di Cortona, arr. Sara Di Bella
Ave, vergene gaudente,
madre de l'Onnipotente.
Lo Signor per maravegla
de te feice madre e figlia,
rosa biamch'e vermegla
sovr'ogn'altro fiore aulente.
Eravamo 'n perdimento
per lo nostro fallimento:
tu se' via de salvamento,
chiara stella d'oriente.
Stella se' sovra la luna,
più resplende ke neuna:
in te Cristo, virgo pura,
incarnòe Dio vivente.
Beata, ke credesti
al messagio ke vedesti,
lo saluto retinesti
colla gratia fervente.
Sei gegrüßt, freudige Jungfrau,
Mutter des Allmächtigen.
Der Herr machte dich durch ein Wunder
zugleich zur Mutter und zur Tochter,
eine Rose, weiß und rot,
duftender als jede andere Blume.
Wir waren verloren
durch unsere eigene Verfehlung;
du bist der Weg zur Erlösung,
heller Stern des Ostens.
Du bist ein Stern über dem Mond,
heller leuchtend als jeder andere.
In dir, reine Jungfrau,
wurde Christus, der lebendige Gott, Fleisch.
Gesegnet bist du, die du dem Boten glaubtest,
den du sahst;
du empfingst seinen Gruß
mit inniger Gnade.
The White Rose
Komponiert von Michael McGlynn
The warm wind whispered in the valley through the pure apple blossom on the trees.
The blackbird sang in the hazel and my love he did come to me.
He gave to me a red rose, and violets dew'd with the dawn
And I gave to him a white rose,
go dtéigh tú a mhuirnín slán
Siúl a ghrá níl leigheas le fáil ach leigheas a' bháis
Siúl a ghrá ó d'fhág tú mis' is bocht mo cháis
The soft rain falls on the mountain and the cold wind blows on the sea
I have waited in sorrow and in silence; I no longer hear the blackbird's melody.
He gave to me a red rose, and violets dew'd with the dawn
And I gave to him a white rose,
go dtéigh tú a mhuirnín slán
Der warme Wind flüsterte im Tal durch die reine Apfelblüte an den Bäumen.
Die Amsel sang im Haselstrauch, und mein Liebster kam zu mir.
Er schenkte mir eine rote Rose, und Veilchen, betaut vom Morgengrauen,
und ich schenkte ihm eine weiße Rose,
dass du, mein Liebster, sicher heimkehrst.
Geh, mein Liebster, es gibt keine Heilung außer der des Todes.
Geh, mein Liebster, du hast mich in einem schrecklichen Zustand zurückgelassen.
Der sanfte Regen fällt auf den Berg, und der kalte Wind weht über das Meer;
ich habe in Trauer und Schweigen gewartet; ich höre die Melodie der Amsel nicht mehr.
Er schenkte mir eine rote Rose, und Veilchen, betaut vom Morgengrauen,
und ich schenkte ihm eine weiße Rose,
dass du, mein Liebster, sicher heimkehrst.
Cúnnla
Traditioneller irischer Text, Musik: Michael McGlynn
Cé hé siúd thíos atá 'leagan na gclaíocha?
Mise mé féin a deir Cúnnla.
Cé hé siúd thíos atá 'tarraingt na pluide dhíom?
Mise mé féin a deir Cúnnla.
Cé hé siúd thíos atá 'tochas mo bhonnachaí?
Mise mé féin a deir Cúnnla.
Chúnnla 'chroí ná tar[a] níos goire dhom!
M'anam go tiocfaidh deir Cúnnla.
Wer ist das dort unten, der die Mauern einreißt?
Ich selbst, sagt Cúnnla.
Wer ist das dort unten, der mir die Decke wegzieht?
Ich selbst, sagt Cúnnla.
Wer ist das dort unten, der meine Fußsohlen kitzelt?
Ich selbst, sagt Cúnnla.
Lieber Cúnnla, komm mir nicht näher!
Bei meiner Seele, das werde ich, sagt Cúnnla.
Jerusalem
Traditionell, irisch, arr. Michael McGlynn
Jerusalem our happy home
When shall we come to thee.
When shall our sorrow have an end?
Thy joy, when shall we see?
There's cinnamon that scenteth sweet;
There palms spring on the ground.
No tongue can tell, no heart can think,
What joy do there abound.
For evermore the trees bear fruit,
And evermore they spring
And evermore the saints are glad,
And evermore they sing.
There Magdalen she has less moan
Likewise there she doth sing;
The happy saints in harmony
Through every street doth ring.
Fair Magdalen hath dried her tears;
She's seen no more to weep,
Nor wet the ringlets of her hair,
To wipe our Saviour's feet.
Jerusalem, unsere selige Heimat,
wann werden wir zu dir kommen?
Wann wird unser Leid ein Ende haben?
Deine Freude, wann werden wir sie sehen?
Dort duftet süß der Zimt;
dort sprießen Palmen aus dem Boden.
Keine Zunge kann es sagen, kein Herz kann es ermessen,
welche Freude dort in Fülle herrscht.
Für immer tragen die Bäume Früchte,
und für immer sprießen sie,
und für immer sind die Heiligen froh,
und für immer singen sie.
Dort trauert Magdalena weniger,
ebenso singt sie dort;
die glücklichen Heiligen im Einklang
erschallen durch jede Straße.
Die schöne Magdalena hat ihre Tränen getrocknet;
man sieht sie nicht mehr weinen,
noch die Locken ihres Haares benetzen,
um die Füße unseres Erlösers abzutrocknen.
May it Be
Enya / Nicky Ryan / Roma Ryan / Howard Shore
May it be, an evening star
Shines down upon you
May it be, when darkness falls
Your heart will be true
You walk a lonely road
Oh, how far you are from home
Mornië utúlië
Believe and you will find your way
Mornië alantië
A promise lives within you now
May it be, the shadow's call
Will fly away
May it be, you journey on
To light the day
When the night is overcome
You may rise to find the sun
Mornië utúlië
Believe and you will find your way
Mornië alantië
A promise lives within you now
Níl sé 'na Lá
Traditionell, irisch, arr. Michael McGlynn
Chuaigh mé isteach i dteach aréir
Is d'iarr mé cairde ar mhnaoi an leanna
Is é dúirt sí liom "Ní bhfaighidh tú deor
Buail an bóthar is gabh abhaile"
Níl sé 'na lá, ná 'na lá
Níl sé 'n oíche ná 'na mhaidin
Níl sé 'na lá, ná 'na lá
Solas ard atá sa ghealaigh
Chuir mé féin mo lámh i mo phóca
Is d'iarr mé briseadh coróin uirthi
Is é dúirt sí liom "Buail a' bord
Is bí ag ól anseo go maidin"
Éirigh i do shuí, a fhear an tí
Cuir ort do bhrístí is do hata
Go gcoinne tú ceol leis an duine cóir
A bheas ag ól anseo go maidin
Nach mise féin an fear gan chéill
A d'fhág mo chíos in mo scornaigh?
D'fhág mé léan orm féin
Is d'fhág mé séan ar dhaoine eile
Ich ging letzte Nacht in ein Haus
und bat die Wirtin um Kredit,
und sie sagte zu mir: „Du bekommst keinen Tropfen,
mach dich auf den Weg und geh heim."
Es ist noch nicht Tag, noch nicht Tag,
es ist weder Nacht noch Morgen,
es ist noch nicht Tag, noch nicht Tag,
helles Licht liegt im Mond.
Ich steckte meine Hand in die Tasche
und bat sie, mir eine Krone zu wechseln,
und sie sagte: „Schlag auf den Tisch
und trink hier bis zum Morgen."
Steh auf von deinem Platz, Herr des Hauses,
zieh deine Hose und deinen Hut an,
und heiße die Musik dieses feinen Menschen willkommen,
der hier bis zum Morgen trinken wird.
Bin ich nicht der törichte Mann,
der seine Miete in der Kehle ließ?
Ich hinterließ mir selbst Kummer
und hinterließ anderen das Glück.
Zombie
Dolores O'Riordan, arr. Systir
Zombie
Dolores O'Riordan, arr. Systir
Another head hangs lowly
Child is slowly taken
And the violence caused such silence
Who are we mistaken?
But you see, it's not me
It's not my family
In your head, in your head
They are fighting
With their tanks and their bombs
And their bombs and their guns
In your head, in your head
They are crying
In your head, in your head
Zombie, zombie, zombie
What's in your head, in your head?
Zombie, zombie, zombie.
Another mother's breaking
Heart is taking over
When the violence causes silence
We must be mistaken
It's the same old theme
Since nineteen-sixteen
In your head, in your head
They're still fighting
With their tanks and their bombs
And their bombs and their guns
In your head, in your head
They are dying
In your head, in your head
Zombie, zombie, zombie
What's in your head, in your head?
Zombie, zombie, zombie.